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26.08.2020 10:11 Uhr Alter: 27 Tage
Kategorie: Allgemein
Von: Sabine Bauer

Vierter Preis bei Bundesumweltwettbewerb

Vierter Preis bei Bundesumweltwettbewerb für Projekt: “Luftqualitätsmessungen auf unseren Schulwegen” des Oberstufenkurses Physik

Das Projekt begann mit einer Exkursion zum Meteorologischen Institut der LMU, bei der die Schülerinnen und Schüler - ausgehend vom Unterrichtsinhalt der Spektroskopie - hochmoderne spektroskopische Messverfahren und ihre Anwendung kennen gelernt haben. Professor Wenig, der in seiner Forschung mit der DOAS-Messmethode (Differentielle Optische Absorptionsspektroskopie) sehr genaue Messungen von Stickoxiden durchführt, nahm sich einen ganzen Tag Zeit, um unseren Oberstufenschülern einen Einblick in seine aktuelle Forschung zu geben. Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei nicht nur theoretische Grundlagen und Methoden kennen, sie haben auch selbst mit moderner Messtechnik Stickoxid-Messungen auf dem Dach des Meteorologischen Instituts durchgeführt!

Anschließend an diese Exkursion durften sich die Schülerinnen und Schüler des Kurses ein kleines tragbares sensorisches Messgerät von Prof. Wenig ausleihen, mit dem sie gut zehn Tage lang kontinuierlich die Luftqualität der von ihnen eingeatmeten Luft gemessen haben. Der Fokus der Messungen lag dabei auf der Luftqualität ihrer Schulwege. Sie versuchten die Frage zu beantworten, welcher ihrer Schulwege, je nach gewählten Verkehrsmitteln, für sie gesünder ist.

Im Rahmen des projektorientierten forschungsbezogenen Unterrichts arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in kleinen produktiven Teams an unterschiedlichen Aufgaben und tauschten sich regelmäßig bei Meetings über ihre unterschiedlichen Ergebnisse aus. Dabei wurden riesige Datensätze (von fast einer Million Messungen) mit modernen Computerprogrammen ausgewertet und interpretiert, es wurden wissenschaftliche Studien zu gesundheitlichen Konsequenzen verschiedener Luftschadstoffe studiert, und es wurden Grenzwerte und Luftqualitätsindizes verschiedener Länder berechnet, verglichen und kritisch hinterfragt - sodass sich Stück für Stück ein immer differenzierteres Bild der gesamten Thematik formte.

Bei dem Thementag der Oberstufe “Was verträgt die Erde” präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse und zeigten dabei ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die größten Luftschadstoffquellen ihrer Schulwege auf und sensibilisierten sie für diese Thematik. Schließlich wurden von den Schülerinnen und Schülern die Ergebnisse in einer schriftlichen Arbeit festgehalten, mit der sie einen vierten Preis beim Bundesumweltwettbewerb 2020 erhalten haben.

Bei diesem Projekt lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur wissenschaftliche Methoden und Forschungsinhalte kennen, sie tauchten auch selbst in die Welt der Wissenschaft ein. Die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler wurden in einem Vortrag auf der EGU 2020, einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz, präsentiert und ihre Forschungsarbeit wurde zitiert. Vielleicht ist dies für eine Schülerin bzw. einen Schüler der Start ihrer bzw. seiner wissenschaftlichen Karriere…

 

 

 

Bild 1: Ein Teil des Oberstufenkurses Physik mit Herrn Linder und Prof. Wenig vor der DOAS-Messstation auf dem Dach des Meteorologischen Instituts der LMU

 

 

 

Bild 2: Sheng Ye,

Die Schülerinnen und Schüler des Oberstufenkurses Physik von Herrn Linder haben dieses Schuljahr in Kooperation mit Professor Wenig des Meteorologischen Instituts der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München umfangreiche Luftqualitätsmessungen auf ihren Schulwegen durchgeführt und ausgewertet. Für ihre Arbeit haben die Schülerinnen und Schüler einen vierten Preis beim Bundesumweltwettbewerb erhalten.