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"Bildung ist der Schlüssel" - Landrat ehrt die besten Mittelschüler

Biberkorschüler bei der Ehrung der Besten

„Bildung ist der Schlüssel“
Landrat Karl Roth ehrte die besten Mittelschüler

Unter dieser Überschrift berichtete der „Münchner Merkur“ in der Starnberger Ausgabe vom 18. Juli 2015 von der alljährlichen Veranstaltung, zu der der Landrat Karl Roth die besten Absolventinnen und Absolventen der Mittelschule im Landratsamt Starnberg für ihre hervorragenden Leistungen ehrt.
Bei einer kleinen Feierstunde überreichte er ihnen die Prüfungszeugnisse. „Ihr habt mit einem guten Schulabschluss einen prima Ausgangspunkt für euren weiteren Werdegang gelegt. Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg“, so Roth. Auch Schulrätin Elisabeth Hirschnagl- Pöllmann fand anerkennende Worte für die Schülerinnen und Schüler. Als Belohnung überreichte der Landrat noch ein kleines Präsent und lud die Anwesenden zum gemeinsamen Mittagessen ein.

Geehrt von unserer Schule für die besten qualifizierenden Abschlüsse nach der 9. Klasse wurden: Sophia Seibring, Quirin Etzbach und Jonas Wichmann. Für die besten Abschlüsse nach der 10. Klasse wurden ausgezeichnet: Anna Paulus, Chiara Clausen und Sandra Schüler.

Auch wenn wir wissen, dass Noten allein nicht alles sind und nicht die Persönlichkeit eines Menschen ausmachen und zu einem erfüllten Leben mehr gehört, freuen wir uns riesig über diese tollen Ergebnisse unserer sechs Biberkorschüler und sind stolz auf sie. Herzlichen Glückwunsch!
Aber auch all unsere anderen Absolventen der 9. und 10. Klassen gilt unser Glückwunsch und unsere Anerkennung, da auch sie gute und sehr gute Ergebnisse erreicht haben.- Jeder was er konnte und jeder nach seinen Möglichkeiten.

Anja Kolumbus

Berufsmesse 2015 - eine große Arbeit unserer 7. KlässlerInnen

Fest im Biberkor-Veranstaltungskalender verankert ist die Berufsmesse, die jährlich von der siebten Jahrgangsstufe ausgerichtet wird.
Die SchülerInnen präsentierten diesmal wieder im Kapellensaal ihre gesammelte Bandbreite an Praktikumserfahrungen. Ihre Stände gestalteten sie gewohnt kreativ, anschaulich und bunt – mal technisch orientiert zum Anfassen mit einem ausgewachsenen benzinbetriebenen Rasenmäher oder auch mal mit wundervollen Blumengestecken und –sträußen für die bunten und wohlriechenden Momente des Tages. Erfahrungen, Erlerntes und Erlebtes in ihren Unternehmen, Agenturen, Verlagen und Landwirtschaftsbetrieben schilderten und reflektierten sie in ihren Praktikumsberichten, die in Umfang, Eloquenz und Layout vielfach angenehm unterhielten und überzeugten. Darüber hinaus setzten sie sich darin mit den jeweiligen Berufen auseinander, in welche sie in den zwei Wochen Einblicke sammeln durften.
An dieser Stelle sei auch ein Dank im Namen aller Teilnehmer an die Eltern ausgesprochen, die mit Elan und Aufwand ihre eigenen Berufe den SchülerInnen und Besuchern näher brachten.
Frau Köhler vom BIZ in München stand auch diesmal den Neugierigen Frage und Antwort und gab kompetente Informationen und Ratschläge im Hinblick auf Berufsorientierung und Berufswahl.
Donat Friedrich im Juli 2015

QMR – Feier: Zwischen Abendkleid mit High Heels und Sandalen unter Toga

Inmitten von Blumen und gedeckten Tischen, versorgt mit Speis und Trank, unterhalten von bewegten und bewegenden Worten feierten unsere 9. und 10. Klässler ihre Schulabschlüsse und die erfolgreichen Prüfungen.

Der schöne Abend, bestens vorbereitet von der 8. Klasse und ihren Klassenlehrern, zeigte einmal mehr die Gemeinsamkeit in der Vielfalt, die Biberkor immer wieder auszeichnet. Dies drückte sich nicht nur in der Kleidung aus, die von Abendkleid und High Heels bis zu Toga und Sandalen reichte, sondern auch in den vielen verschiedenen Abschlüssen und weiteren Zielen. Immerhin hatten wir bei den 56 Absolventen fünf verschiedene Abschlüsse (und das ohne Quali für Gymnasiasten und ohne Abitur), und die weiteren Lebenswege reichen vom nächsten Bildungsziel auf Biberkor über berufliche Ausbildung und Fachoberschule bis hin zu Auslandsjahr und High School.

Allen dabei viel Erfolg und vor allem viele Momente ungetrübten Glücks.
Hans Traxl

Ein Auszug aus der Rede von Paula und Thaddäa, die uns sehr bewegt hat und bewegt:

(…) Ich werde hier in Biberkor einiges vermissen, zum Beispiel die Freiheit und die Möglichkeit die wir dort hatten und ich weiß: "Wir können stolz auf uns sein!" Ja, man könnte sagen, in den letzten Monaten sind wir zu einem Team herangewachsen, haben gemeinsam Hürden gemeistert und stehen jetzt hier mit einem Grinsen im Gesicht, weil wir alle die Prüfungen erfolgreich bestanden haben. Biberkor hat uns auch zu denen gemacht, die wir heute sind. Diese Schule lehrte uns tolerant zu sein, gab uns Selbstbewusstsein, hat uns auf das Leben vorbereitet und uns nicht einfach nur stumpfsinnig Schulstoff beigebracht. Ich traue mich jetzt zu sagen, dass Biberkor von uns allen ein Teil ist, ein Teil den wir nicht missen möchten. So wie wir jetzt sind, werden wir hinaus in die Welt gehen, unsere Wege einschlagen. Doch wir werden immer noch wir sein und zudem sind wir hier heran gewachsen. Denn Biberkor hat uns zu den Menschen gemacht, die wir heute sind! Ich werde meinen Kinder und, wer weiß, vielleicht auch Enkeln noch von dieser Schule mit einem Funkeln in den Augen erzählen. Die Schule mitten in der Einöde, mit den gemischten Klassen, den Lehrern, die sich für dich einsetzen, die es wirklich interessiert, was wir aus unserem Leben machen möchten (…)Wir kamen hierher als, ja sagen wir mal, ganz gewöhnliche Kinder oder Jugendliche und wir gehen als ein Teil von etwas, welches uns die Möglichkeit zur Selbstentwicklung gab. Und damit möchten wir uns hiermit bedanken: Danke!

Prüfungen 2015 - die Fortsetzung unserer Erfolgsgeschichte

Auch dieses Schuljahresende wird von den vielfältigen Prüfungen begleitet, die unsere SchülerInnen an den Partnerschulen Gilching, Herrsching, Penzberg und Weilheim abgelegt haben. Am Dienstag war die Sitzung des letzten Prüfungsausschusses.

Dabei haben unserer Schülerinnen und Schüler die Erfolgsgeschichte der letzten Jahre mit 98,2% bestandenen Prüfungen fortgesetzt und 56 Schulabschlüsse erworben.
So dürfen wir gratulieren zu zwei internen Hauptschulabschlüssen, zu zwei Mittelschulabschlüssen, zu elf Qualifizierenden Hauptschulabschlüssen, zu 12 Mittleren Bildungsabschlüssen und zu 29 Mittleren Reife-Abschlüssen.

Einen Glückwunsch sprach auch der Landrat, Herr Roth, aus und ehrte mit insg. sieben Biberkor - Schülern aus Haupt- und Mittelschule die besten Ihres Jahrgangs.

Dabei freuen wir uns über die 1 vor dem Komma (4 x beim Quali, 3 x beim MBA, 4 x bei MR) ebenso wie über die ein oder andere gerade noch so bestandene Prüfung. Und wir sind ein wenig stolz darauf, dass sich wieder – diesmal drei – Absolventen der Mittelschule für einen Weg ins Gymnasium mit dem Ziel Oberstufe/ Abitur entschieden und qualifiziert haben. Das bestätigt uns in unserem Weg eines sozialen Miteinanders in der Mittelstufe und eines strukturierten Übergangs am Ende der 10. Klasse.

Sicherlich hat nicht jede Prüfung das Ergebnis gebracht, das Prüflinge oder LehrerInnen erwartet haben oder das sie sich gewünscht haben. Die Gründe dafür sind recht individuell und verschieden, sie reichen von Prüfungsstress über instabile Gesundheit bis hin zu nicht ganz zielgerichtetem Lernen. Unseren Partner- und Prüfschulen möchte ich an dieser Stelle recht herzlich danken für freundliche Aufnahme unserer Schülerinnen und Schüler und für faire Prüfungen und Korrekturen.

Etwas ungewohnt ist bei alledem das Fehlen von Abiturprüfungen – ein ganzer Jahrgang hat unser Angebot einer Oberstufe mit zwei Geschwindigkeiten angenommen und sich für den dreijährigen Weg zum Abitur entschieden. Ab dem nächsten Schuljahr werden wir dann jährlich zwischen 20 und 35 AbiturientInnen haben.

Ebenso fehlen diesmal die Qualifizierenden Hauptschulabschlüsse der Gymnasiasten aus der 9. Klasse. Für sie haben wir in diesem Schuljahr die „Feststellung von Lernentwicklung und Leistung“ (FLL) eingeführt, um näher am Stoff des Bildungsplans und an Ideen der Montessori-Pädagogik zu arbeiten. Auch hier freuen wir uns über recht gute Leistungen und den Gang von 31 Schülerinnen und Schülern in die 10. Klasse unseres gymnasialen Zweiges.

Einen herzlichen Glückwunsch also den Schülerinnen und Schülern unserer 9. und 10. Klassen zu einem erfolgreichen Schuljahr – und einen herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen für Begleitung und Unterstützung.
Hans Traxl

Phantasie und Bewegung - Jupiter Landheim in Stralsund

Viele Grüße nachhause und erste Eindrücke aus Stralsund, entstanden beim Schreibgespräch anlässlich der Bootsnamen im Hafen bei Kaffee und Recherchen rund um den Bahnstreik:

Mit ENDLOS vielen Erwartungen im Kopf begann unsere Reise und diese verschwanden LAUTLOS, als wir trotz Wind, Regen und langer Fahrt das Meer zum ersten Mal erblickten.

GRENZENLOS frei in unserer 5-Sterne-Jugendherberge mit Strand, Sonne. Meer, Spiel, leckerem Essen und tollen Zimmern.

Über 80 nackte Füße stapfen durch den Sand unterhalb der JuHe am Naturschutzgebiet, das sich uns sonnig, entspannt und romantisch präsentiert. Noch klingen die Gesänge der Nachtigallen nach und keiner vermisst Handy oder andere elektronische Spiel- und Konsumgeräte wirklich. SORGLOS suchen und (er)finden die Kinder ihre Spiele und sich selber.

ZEITLOS und selbstvergessen schlendern wir am Strand von Hiddensee entlang und bestaunen das Spiel der Schweinswale. Reich an Eindrücken und beladen mit Steinen, Muscheln, Skeletten und getrocknetem (?) Fisch bringt uns die „weiße Flotte“ bei ruhiger See wohlbehalten wieder in den Hafen von Stralsund.

… Und dass es ENDLOS viele Stufen hinauf zur Turmspitze der Marienkirche waren, dass uns der Bahnstreik ZEITLOS schien, während wir SORGLOS das Ozeaneum besuchten, dass die Näche fast LAUTLOS waren und Energie wie Phantasie der Kinder GRENZENLOS – ja, das steht vielleicht in einem ausführlicherem Bericht der Kinder nach den Ferien selber.

Maria Hruscs, Rosi Wagner, Sabrina Gerhardter, Marina Prohaska, Mirjam Mandrikin, Julia Beise, Hans Traxl im Mai 2015

Berühren lassen und was tun - Aktion gegen Mädchenbeschneidung

Im Unterricht nicht nur reden, sondern Themen an sich ran lassen und etwas tun gegen ...! Ainoa, Anna, Laura, Khaya und Emily aus der 7. Klasse schreiben in Ihrem Brief über Motive, Verlauf und Erfolg ihrer Aktion - ein großes Kompliment an die fünf, ein Dankeschön dazu und einen herzlichen Dank auch an Frau Beise.

Biberkor, den 15. Mai 2015

Sehr geehrte Damen und Herren des Nala e.V.,

vor Kurzem haben wir, Schülerinnen der siebten Klasse der Montessorischule Biberkor in Berg-Höhenrain südlich von München, eine Spende an Ihre Organisation überwiesen und in diesem Brief wollen wir Ihnen erzählen, wer wir sind, und vor allem, was wir gemacht haben.

Im Ethik- Unterricht beschäftigten wir uns mit dem Thema Islam. Nachdem wir das Thema „Die Frau im Islam“ gewählt und uns ein wenig näher damit beschäftigt hatten, stießen wir auf das Thema „Mädchenbeschneidung“ oder auch Genitalverstümmelung. Nach näheren Recherchen fiel uns auf, was für eine grausame Tradition dies ist. Wir waren schockiert. Spontan beschlossen wir, eine Spendenaktion zu starten, und begannen zu planen. Der ideale Ort war rasch gefunden: die Uferpromenade in Starnberg. Das Ordnungsamt stimmte mit den Worten zu, dass sie eine kleine Ausnahme machen könnten.

Nun versuchten wir etwas zu finden, womit wir erstens das Interesse der Passanten wecken und zweitens Geldspenden sammeln konnten. Wir entschieden uns dafür, mit Süßem zu locken. An einem Samstag im Februar trafen wir uns, buken Kuchen, Muffins, Cookies und Tapas-Schnecken. Flyer und Plakate, die wir selbst gestaltet hatten, und Spendenboxen waren vorbereitet. Doch wir hatten ein wenig Sorge, dass keine Leute kommen würden. Zum Glück lagen wir falsch. Schon als wir unseren Stand direkt am See aufbauten, wurden einige Spaziergänger auf uns aufmerksam. Viele wurden durch das Plakat angezogen, andere durch den Kuchen. Rasch kamen wir ins Gespräch. Unsere Überlegung war es, dass die Leute so viel spenden sollten, wie ihnen unsere Aktion wert war, also selber entscheiden konnten, wie viel sie für ein Stück Kuchen zahlten. Dieses Prinzip funktionierte gut und unsere Spendentöpfe füllten sich.

Auch beim Osterbrunch in unserer Schule ein paar Wochen später, bei dem wir Schüler die Arbeiten unserer Islam-Projekte vorstellten und unsere Gruppe Crêpe buk, kamen weitere Einnahmen dazu, so dass wir letztendlich 260 € überweisen konnten. Unser erster Gedanke war, das Geld an UNICEF zu spenden. Doch als wir von unseren Lehrern von Ihrer Organisation erfuhren, entschieden wir uns um, da wir Ihnen mehr Vertrauen schenken.

Mit herzlichen Grüßen Ainoa, Anna, Laura, Khaya und Emily aus der Montessori Schule Biberkor

Arbeiten und Feiern: Osterbrunch, „Biberkor spielt vor“ und Große Arbeit

Manchmal, wenn Alltag und Formales ein wenig überhand nehmen, die nächsten Prüfungen ins Haus stehen, noch dies und das erledigt werden soll und viele von Termin zu Termin hasten … ja, da vergisst man bisweilen die schönen und tollen Momente im Schulleben. All die Momente, wo vieles einfach funktioniert, weil viele mitmachen, ohne viel Aufhebens davon zu machen.

Ein herzlicher Dank also an dieser Stelle an die KollegInnen und Kollegen für die alltägliche Arbeit und für Events und Glanzlichter Biberkors wie den Osterbrunch, die Konzerte oder die Präsentation der großen Arbeit unserer 8. KlässlerInnen. Ein Dank auch an die Eltern, die dies mit ihrer Zu- und Mitarbeit unterstützen.

Und ein großes Kompliment an die Schülerinnen und Schüler für ihre künstlerischen und intellektuellen, ihre praktischen und empathischen Beiträge.

Hans Traxl

 

Bücherverbrennung und Erinnerung

Zum Gedenken an die
Bücherverbrennung am 10. Mai 1933

durch die Nationalsozialisten findet am kommenden Sonntag, 19h, eine Veranstaltung in der Loisachhalle Wolfratshausen statt. Bekannte Künstler und Autoren lesen aus den Werken verbrannter Dichter. Schüler der weiterführenden Schulen der Umgebung leiten diese Auftritte ein.

Auch Biberkor macht mit. Wir haben die Ehre, Egon Erwin Kisch vorstellen zu dürfen, aus dessen Werk Jan Weiler lesen wird.

Wir freuen uns über Interesse und Ihr Kommen!

Herzliche Grüße von Annette Derksen

Ein Feuerwerk an Ideen – die besondere Arbeit von Jupiter

Eulen und Hunde, sieben Weltwunder und Raumfahrt, Römer und Indianer, Wikinger und Piraten, Pubertät und Drogen, die Tafel für Bedürftige und die Geschichte der Eisenbahn und noch so vieles andere waren Themen der besonderen Arbeit unserer Jupiter-Schüler.
Ernsthaft und beeindruckend fielen die Vorträge aus, anschaulich und kreativ lockten die praktischen Modelle zum Mitmachen, und Stoff zum Nachlesen und –denken boten die schriftlichen Arbeiten.

Ein gelungener Abend mit viel Publikum, der vom ebenso bunten wie reichhaltigen Buffet abgerundet wurde.

Ein Dank an Eltern und Kolleginnen/ Kollegen und ein Riesen-Kompliment den Schülern!
Hans Traxl, 12.3.15

Skilager Venus 7 in der Wildschönau

Am 9. Februar 2015 war es für die Siebtklässler endlich soweit! 41 Schüler/innen und 6 Lehrkräfte standen in den Startlöchern für den sehnsüchtig erwarteten Skilageraufenhalt.
Nach einer ca. zweistündigen Fahrt kamen wir in der Wildschönau an, wo uns bereits ein deftiges Mittagessen erwartete. Am Nachmittag standen wir dann auf den Skiern bzw. Snowboards und machten den Schatzberg in Auffach unsicher. Gesehen haben wir aufgrund des schlechten Wetters nichts, aber die Schneeverhältnisse waren überragend. Am Abend wurde unsere Unterkunft, der Sollererwirt in Thierbach, erkundet und die Zimmer bezogen. Die Mädchen nächtigten im gemütlichen Haupthaus und die Jungs im komfortablen Nebenhaus. Diese räumliche Trennung wurde von den Schülern als enorm uncool empfunden, jedoch schnell akzeptiert.
Morgens holte uns der Skibus nach dem Frühstück ab und brachte uns ins Skigebiet. Dort lachte uns ab dem zweiten Tag die Sonne entgegen und bescherte uns wunderschöne Tage im Schnee. Während die Anfänger sich meist an der Mittelstation tummelten, um am Zauberteppich und Tellerlift fleißig zu üben, nutzten die Fortgeschrittenen auch die Verbindungsbahn ins Alpbachtal. Die eingefleischten Profis haben die Lehrer ganz schön auf Trab gehalten. Verschnaufpausen gönnten sich die Schüler selten. In der gemeinsamen Mittagspause sprachen sich Stürze und andere Pistenerlebnisse schnell herum. Ernsthaft verletzt hat sich glücklicherweise niemand.
Damit dies auch zukünftig so bleibt, besuchte uns am Mittwochnachmittag ein Trainer des DAV. Durch anschauliche Videobeispiele und einen Lernparcours schärfte er unser Bewusstsein für die Gefahren im Schnee.
Abends spielten die, die noch Power hatten, Tischtennis und Kicker. Der Rest packte Scrabble & Co. aus. Zu spät wurde es jedoch nie, da wir froh waren in unsere Betten fallen zu können.
Unsere Woche in der Wildschönau verging wie im Fluge. Wir haben entspannte und lustige Tage miteinander erlebt!

Franziska Luther und die 7. Klasse

"Mitten drin im interreligiösen Gespräch"

„Sich selber öffnen, sich gegenseitig kennen und wertschätzen lernen durch Begegnungen, miteinander reden und somit den Besonderheiten des anderen nahe kommen.“ So könnte das Motto beim Besuch der Pasinger Moschee der türkischen Gemeinde in Pasing gelautet haben. 

Thema in den Fächern Religion und Ethik in Venus 7 ist aktuell der Islam. Daher zog es uns in die Haci Bayram Moschee nach Pasing, die bereits seit 1999 offen für interkulturelle und interreligiöse Begegnungen, den interreligiösen Dialog und somit für viele Schulklassen ist. Herr Dr. Onur von der türkischen Gemeinde erklärte uns sehr anschaulich und praktisch den Islam, seine fünf Säulen, die vielen verschiedenen Ausprägungen und Besonderheiten und erklärte anschaulich: „ Auch waschen wir uns vor dem Beten unter anderen die Nase und die Ohren“. Er ging weiterhin auf den reich verzierten Gebetsraum im dritten Stock ein, zeigte uns aktiv, wie Moslems beten, beantwortete geduldig viele hundert Fragen der Schülerinnen und Schüler und ging auch auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Christentum ein. Schließlich kamen aktuelle weltpolitische Fragestellungen zur Sprache. Dabei betonte Herr Dr. Onur ganz eindeutig: „Die Gewalttaten vieler Menschen, die sich auf den Islam berufen, haben nichts mit unserer Religion, dem Islam zu tun. Der Islam ist eine friedliche Religion und werde leider auch für andere Ziele, wie Machtstreben, Streit und Unruhe Stiften missbraucht.“ 

Es war ein gelungener und eindrucksvoller Ausflug, der im Anbetracht der weltpolitischen Lage, den traurigen Ereignissen von Paris, in Syrien, im Irak und in anderen Ländern der Welt nicht aktueller sein kann. Und haften blieb die praktisch erfahrene Erkenntnis, dass nichts den gesellschaftlichen Frieden mehr fördert, als dass man sich gegenseitig kennen lernt, Vorurteile abbaut und den anderen in seinem Fremdsein versteht und ihn als Menschen und Mitbürger wertschätzen lernt. 

Kai T. Garben, Montessori Schule Biberkor für die Fachschaft Religion / Ethik

 

Feststellung von Lernentwicklung und Leistung

FLL in der 9. Klasse Gymnasium

Im Schuljahr 2013/14 haben wir in der Konferenz beschlossen, den "Quali" für die Gymnasiasten durch eine eigene "Feststellung von Lernentwicklung und Leistung (FLL)" zu ersetzen. Darüber wurde ausführlich mit dem Elternbeirat und auf dem Elternabend 9 gesprochen.

Die "FLL" dient der Vergewisserung eines Bildungsganges, der sich an den Grundlagen der Montessori-Pädagogik und an den Kompetenzen gemäß Bildungsplan Bayern/ Lehrplan PLUS orientiert. Sie gibt Schülern und Eltern ein Feedback zusätzlich zu den üblichen Berichten und Fachlehrer-/ Lehrer-Eltern-Schüler-Gesprächen. Und sie gibt einen wichtigen Hinweis auf die Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums und die dann anstehende Mittlere Reife.

Wir freuen uns auf Freiraum einerseits und intensive Bildungsarbeit anderseits und sind auf die Ergebnisse gespannt.

Hans Traxl

„Service Learning“ - eine andere Art zu lernen

Andern helfen, dabei lernen und sich selbst im Team beweisen konten die Biberkorler im Schuljahr 2013/14 :

Montessori – Tafelfreuden, nicht nur daheim


Dass die 8. Klässler die Feier zu Quali und Mittlerer Reife ausrichten, das kennen wir ja. Dass sie es aber schaffen, für die Rekordzahl von 89 Abschlüssen (und damit für über 300 Personen) zu kochen, zu decken, zu organisieren, zu gestalten – das ist aller Ehren und einer besonderen Würdigung wert.
Kaum aber sind hier die Reste entsorgt und alles wieder auf Hochglanz poliert, ist das Team um Frau Waldenmeier – diesmal jahrgangsübergreifend im Rahmen der Projektwoche „Planet Earth“ - wieder on tour und kocht für die „Tafel“ in Wolfratshausen. „Schüler tun etwas für andere – und haben Freude daran“, so Silke Waldenmeier zur SZ.
Hans Traxl

Fit in den Sommer - Autos warten und pflegen

Großen Anklang fand im Frühjahr eine Aktion der 7. Klässler unter Anleitung von Donat Friedrich: Für Reifenwechsel, Wartung und Innenpflege konnten Mitarbeiter Biberkors einen Termin anmelden. Und in der Tat blitzte das Auto innen wie neu, alle alten Wintergerüche und –rückstände waren verflogen, Öl- und Luftdruck stimmten, und auf den Sommerreifen glitt das Auto sanft und spritsparend durchs Voralpenland.
Ein Tipp: Gleich für den Winteranfang wieder einen Termin sichern.
Hans Traxl

Berufsmesse – Große Arbeit der 7. Klassen

Wie gewohnt veranstaltete die siebte Jahrgangsstufe auch in diesem Schuljahr auf Biberkor eine Berufsmesse, die gleichzeitig die Große Arbeit für die SchülerInnen repräsentiert.
Wir haben die Messe in den Kappellensaal verlegt, der im Gegensatz zu den Klassenzimmern die Größe aufweist, um die Atmosphäre einer einheitlichen Veranstaltung entstehen zu lassen, auf der die Besucher den Umfang der Messe auf einen Blick erfassen und einschätzen konnten.
Die SchülerInnen verarbeiteten auf der Messe ihre Praktika sehr anschaulich an Ständen, die sie mit viel Fantasie und Aufwand erfreulich lebendig in Szene setzten – die ausliegenden Praktikumsberichte schilderten Erfahrungen aus erster Hand.
Von PowerPoint-Präsentationen mit selbst geschossenen Fotos über Optiker- und Feinmechanik-Zubehör zum Anfassen bis zur Demonstration einer professionellen Surfbrett-Reparatur fand der interessierte Besucher – SchülerInnen der höheren Jahrgangsstufen allen voran – Impulse, Anregungen und umfangreiche Informationen zu verschiedenen Berufsfeldern und Berufen.
Experten in Sachen Aus- und Weiterbildung von Innungen des Handwerks, der AOK und der Bundesagentur für Arbeit standen an ihren Tischen den Schülern Rede und Antwort.
Donat Friedrich

 

„So viel habe ich noch nie während eines Ausflugs lernen können.“

Fächerübergreifende Fahrt nach Verona

11.07. bis 13.07.2014 mit dem Kurs „Profilfach Musik der 9. Klasse“

Das farbenprächtige, lebendige Museum Verona erfüllte die neun SchülerInnen der 9. Klasse (Profilfach Musik), drei Lehrkräfte und eine Mutter mit großer Begeisterung. Vielfalt, Gegensätzlichkeit und fachliche sich gegenseitig ergänzenden Vernetzungen zwischen den Fächern Musik, Kunst und Religion zogen sich durch die drei Tage hindurch und ließen einen der Schüler sich begeistert äußern: „So viel habe ich noch nie während eines Ausflugs lernen können.“

Untergebracht in einem „American Style low budget Hotel“ im Außenbezirk Veronas gegenüber von Containertürmen und umgeben von Lagerhallen, hielt sich das Italien-Gefühl noch in Grenzen.
Überwältigend war dann die Zeitreise in die Arena von Verona, ursprünglich aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Die Oper „Un ballo in Masquera“ von Giuseppe Verdi bei Vollmondbeleuchtung und lauen, sommerlichen Temperaturen bis Mitternacht war ein überaus gelungenes „Rundum-Erlebnis“. Unverstärkt und ohne großen technischen Aufwand hatte die Musik und der Gesang unter freiem Himmel auf antiken Stufen sitzend einen einzigartigen Zauber.
Neben dem musikalischen Genuss kann man sich dort auch kulinarisch bestens verwöhnen; mit Peccorino, feinem Brot und frischem Obst hatten wir in der Arena ein atmosphärisch sehr beeindruckendes Abendessen.

Die beiden anderen Tage standen im Zeichen der Fächer von Kunst und Religion, des Bummelns durch die Altstadt und im Zeichen des Shoppens von manch Einem.
Nach der Besichtigung kaugummibeklebter, mit Herzen bemalter und mit Schlössern verhangener Wände im Hof des „Romeo und Julia Balkons“ erhielten wir eine umfassende Führung von Herrn Eckle und Herrn Garben durch den Dom, Santa Maria Matricolare von Verona. Dort haben sich über Jahrhunderte von der Romanik bis zum Barock sämtliche Baustile überlagert und mit theologischen Themen vermischt.
Wir sahen u.a. das Leben Jesu, dargestellt als Relief in Stein um ein Taufbecken herum, Fresken , Secco Malerei und „Die Anbetung Mariens“ von Tizian.
Heftige Gewitter und kühle Temperaturen schränkte die Spaziergehfreude ein, was den Besuch eines römisch - katholischen Gottesdienstes in einer romanischen Kirche keinen Abbruch tat.

Den kunstvollen Abschluss bildete auf der Rückfahrt in Bozen die Besichtigung des „Museion“, eines Museums für Kunst der Gegenwart. Ein riesiges raumeinnehmendes Kunstwerk mit Loten, die durch am Boden angebrachte Magnete aus ihrer senkrechten Bahn gebracht sind, aus Bronze und Beton gegossene Skulpturen, die beispielsweise wie gefaltete Pappkartons aussehen (alles von Tatjana Trouve) ließen zahlreiche Funken der Begeisterung aufkommen. Der zweite Teil war die Ausstellung “When now is minimal“ aus der Sammlung „Götz“, München. Hier beeindruckten u.a. die gehäckelten Bilder und die „Herdplatten“ der Künstlerin Rosemarie Trockel.

So war unsere Veronafahrt von vielen bereichernden Eindrücken geprägt, die bestimmt lange nachwirken werden. Eine Wiederholungsfahrt im nächsten Jahr ist hiermit bereits beantragt.

Christian Alf, Michael Eckle, Kai Garben

100% Erfolg – Prüfungen 2014

Am 10. Juli fanden die letzten mündlichen Prüfungen zur Mittleren Reife statt, jetzt ist es amtlich und besiegelt:
Alle Schüler Biberkors, die in diesem Jahr an insgesamt sieben Partnerschulen zu externen Prüfungen (Hauptschulabschluss, Quali, Mittlere Reife, Mittlerer Bildungsabschluss, Abitur) angetreten sind, haben bestanden.
Alle 92 Schüler aus den Jahrgängen 9, 10 und 12 haben damit einen Schulabschluss – und fast alle machen weiter und streben den nächsthöheren Abschluss an.

Das erfüllt uns mit Freude, das macht uns ein wenig stolz auf unsere Schüler. Sie waren erfolgreich in der Breite und auch in der Tiefe mit so manchen Einser-Schnitten. Sie sind würdig aufgetreten, haben für sich selbst Verantwortung übernommen und waren gute Vertreter Biberkors.
So manche Prüfungsangst oder Lernblockade, bisweilen auch Unlust oder schwierige Aufgaben mussten überwunden werden – jetzt ist es geschafft, und wir freuen uns auf eine stimmige Abschlussfeier am 18.7., die wie immer die 8. Klässler ausrichten werden.

Herzlichen Glückwunsch unseren erfolgreichen Absolventen!

Und ein ebenso herzliches Dankeschön an unsere Partnerschulen und natürlich an die Lehrerinnen, Lehrer und alle Mitarbeiter Biberkors, die diesen Erfolg begleitet und ermöglicht haben.

Hans Traxl

Jupiter Schullandheimwoche 2014

Erste Impressionen aus Bad Sulza

Assoziationen von „lustig und anstrengend“ über „entspannend und abenteuerlich“ bis „miteinander und spannend“ führen zu kollegialen Gesprächen über „Urlaub mit der Klasse“ und Dienst am Kinder – und zu Überlegungen, ob nicht Eltern Klassenunternehmungen in den Ferien organisieren könnten oder gar sollten.

So kann's sein:
Wir fahren in die „Toskana des Ostens“, so hieß es. Bad Sulza hält dieses Versprechen (fast immer). Wir wandern durch liebliche Landschaften bei Sonnenschein und Blütenduft und verirren uns kaum vor der Burgenlandschaft und Erlebniswelt. Auf den Spuren Napoleons erklimmen wir die Eckartsburg, auf Goethes Pfaden erforschen wir Salzstollen und Saline von Bad Sulza. Carl Zeiss lockt uns nach Jena zu Einblicken in die Geheimnisse der Optik. Die Schüler toben sich im Freibad und bei Fußball wie Tischtennis vor der Jugendherberge aus. Gemeinsam genießen wir Grillabend und Lagerfeuer mit Stockbrot. Über spaßige und abendliche Besuche auf den Zimmern wollen wir jetzt lieber schweigen.

Rosi Wagner, Miriam Mandrikin, Marina Prohaska, Julia Beise, Hans Traxl

Geschichte lebendig gemacht, Buchautor Dirk Reinhardt auf Biberkor

„Geschichte Jugendlichen so zu präsentieren, dass sie davon gepackt werden, ist nicht leicht. Sie brauchen Anknüpfungspunkte zu ihrer eigenen Lebenswelt, Figuren, mit denen sie sich identifizieren können, und eine Sprache, in der sie sich wiederfinden.“ (Dirk Reinhardt)

Dies gelang Dirk Reinhardt, der am 25. März 2014 in der 8. Klasse eine spannende Lesung aus seinem Jugendroman „Edelweißpiraten“ hielt.
Das Buch hat einen historischen Hintergrund: Die Edelweißpiraten waren Jugendgruppen aus dem rheinisch-westfälischen Industriegebiet, die Widerstand gegen die Nationalsozialisten leisteten. Im Vergleich zur Weißen Rose oder zu den Attentätern des 20. Juli rückten sie aber nur wenig ins öffentliche Bewusstsein.
Der Roman beinhaltet einerseits literarische Fiktion, andererseits beruht er auf historischer Realität. Er beschreibt die Entwicklung einer Kölner Edelweißpiraten-Gruppe von zunächst jugendlicher Aufsässigkeit bis hin zu politischem Widerstand, Folterung durch die Gestapo und dem Tod einiger Mitglieder der Gruppe.

Dirk Reinhardt stellte zahlreiche Fragen zur Diskussion: Was bedeutete es, in der Zeit des Zweiten Weltkrieges jung zu sein? Welchen Zwängen waren die Jugendlichen unterworfen? Welches Leben hatten sie zu erwarten? Welche Folgen hatte es, wenn sie sich widersetzten?
Für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse war dies besonders spannend und eindringlich, da einige Mitglieder der Gruppe damals etwa in ihrem Alter waren. Der Kontrast zwischen der Lebenswelt der Jugendlichen heute und dem Schicksal der Mitglieder der Widerstandsgruppe könnte kaum größer sein!

Die besondere Arbeit 2014 / Jupiter – eine besondere Veranstaltung

Wie in jedem Jahr, so auch in diesem haben die Jupiter-Kinder über Wochen hinweg an Ihrem Thema gearbeitet. Jeder nach seinen Interessen, jede nach ihren Fähigkeiten, alle mit viel Eifer und Freude am Tun.

Breit ist das Spektrum von Flora und Fauna über Kulinarisches und Technisches bis hin zu Politik und Zeitgeschichte. Und man kann sich nicht recht entscheiden, ob nun die Vorträge der Kinder mehr berühren oder ihre Ausstellungen und Präsentationen beeindrucken. Wahrscheinlich ist schon die Frage falsch, es geht nicht um ein entweder – oder, sondern um ein sowohl – als auch.

Ein gelungener Abend also, der mit einem wunderbaren Buffet und vielen Gesprächen seine Abrundung fand.

Ein herzliches Dankeschön an die „Jupis“ für ihre faszinierenden Darbietungen, an die Kolleginnen und Kollegen für Beratung und Betreuung und an die Eltern für die Buffet-Mitbringsel.

Hans Traxl

 

Der Vorleser - Sechstklässler macht den zweiten Platz im Landkreis

Im Herbst war´s, als die Tage kürzer wurden und wir auf den ersten Schnee warteten. Da lasen unsere Kinder aus der 6. Jahrgangsstufe in ihren Arbeitsgruppen vor. Manche leicht, manche mit den verflixten Buchstaben kämpfend, manche waren nervös bei dem Gedanken, laut vorzulesen. Für jeden und jede gab es ganz unterschiedliche Herausforderungen. Alle stellten sich und probierten aus.

Die besten und stabilsten Vorleser aus den Arbeitsgruppen wurden gewählt. In den Gruppen wurde überlegt, was „das beste“ sein könnte, und so haben wir fast nebenher manches scheinbar Selbstverständliche in Frage gestellt und unsere eigenen Antworten gesucht.

Im Dezember war noch immer kein Schnee gefallen und wir suchten mit Hilfe einer Jury das Kind, das Biberkor beim Kreiswettbewerb für den Lesewettbewerb des Deutschen Buchhandels e.V. vertreten sollte. Die Wahl fiel auf Julian Bommer, der mit sichtbarer Freude und souverän aus seinem Krimi vorlas und auch den unbekannten Text gut meisterte. Und das vor allen Jupiterschülern aus der 5 und 6 in der Mensa!

Und so wurde es Februar 2014, schneefrei. Julian trat beim Kreiswettbewerb in Starnberg an, als erster Vorleser! Und als erster Biberkor-Schüler überhaupt in der nun doch schon längeren Geschichte unserer Schule.

Das war recht viel auf einmal, aber er hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Er las aus „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Vernes und belegte damit den 2. Platz unter 15 Schulen aus dem Landkreis.

Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns über Julians Erfolg.

Die Fachschaft Deutsch

Die 9. Klassen bei der SZ

Am Mittwoch, den 11. Dezember, besuchten zwei 9. Klassen die Süddeutsche Zeitung. Im Verlagshochhaus in schwindelnder Höhe hatten die Schülerinnen und Schüler nicht nur einen trotz des Hochnebels faszinierenden Blick über die Stadt und das Voralpenland, sondern auch die Möglichkeit, vom Leiter der Wirtschaftsredaktion über die tägliche Arbeit informiert zu werden.

Zwischen 8 und 17 Uhr wird in vielen Konferenzen ein umfangreiches Programm koordiniert, das dann bis Mitternacht aktualisiert wird. Die Schüler interessierten sich für diese Abläufe und besonders für die Zukunft der Zeitung. Die SZ hat ja eine beeindruckende Auflage von täglich 430.000 verkauften Exemplaren, aber: Wird es die gedruckte Ausgabe in Zukunft noch geben? Wie schnell wandern die Leser ins Internet ab? Wie lange bleibt die Online-Ausgabe noch kostenfrei? Wie ändern sich die Geschäftsmodelle? Es wurde heftig diskutiert, und nur eines ist sicher: dass den Medien ein großer Strukturwechsel bevorsteht.

Anschließend ging es direkt gegenüber in die Druckerei, in der gerade der Andruck der Ausgabe für den nächsten Tag anlief. Ein Film über Redaktion und Verlag bereitete die Schülerinnen und Schüler auf den Rundgang durch die beeindruckenden Hallen mit ihren gigantischen Druck- und Sortiermaschinen, den enormen Papierrollen, dem intensiven Farbgeruch und ohrenbetäubenden Lärm vor: eine gigantische Kulisse.
Nach diesem Tag hält man die Zeitung mit ganz anderem Bewusstsein in Händen.

Julia Beise, Dezember 2013

Bergwochen 2013

Dass Wetterlagen in den Allgäuer Alpen sehr schnell umschlagen können ist eine altbekannte Tatsache. In diesem Jahr haben es unsere beiden Venusgruppen auf eindrucksvolle Weise am eigenen Leib erfahren. Regen und Schnee so weit das Auge reicht hieß die Losung für die 7. Klasse in der ersten Woche. Tapfer und unverdrossen stapften die Bergneulinge durch den Neuschnee oder Matsch. Die Stimmung war dennoch bestens. Noch nie war eine Gruppe derart homogen. Zwischen den Ersten und den Letzten war kaum ein Unterschied. Spektakulär war der Übergang bei der Fidererpassscharte. Bei eisigem Wind wurden alle Schüler in Gurte gepackt und angeseilt. Herr Greiners Finger leisteten über zwei Stunden lang Unglaubliches. Am Abend, nachdem die Klammoten im Trockenraum hingen und der Hunger gestillt war, wurde gespielt, gealbert und geratscht. In den Rappensee trauten sich bei Schneetreiben und acht Grad nur sechs absolut „Verrückte“ Für uns Lehrer war es eine unvergessliche und sehr harmonische Woche.
Andreas Brunner im Namen von Klaus Nagel, Andi Greiner, Meite Freier, Martina Sommer, Peter Nielsen

Nur eine Woche später waren die Wolken wie weggeblasen. Blauer Himmel angenehme Temperaturen um die 20 Grad und fester Untergrund. Wir konnten sogar die landschaftlich traumhafte Route über den Schrofenpass und durch den Mutzendobel gehen. Auch die Tierwelt zeigte sich von unterschiedlichster Seite. Murmeltiere in allen Größen, Gemsen und über der Rappenseehütte zogen die Adler ihre Kreise. Die Schüler waren unglaublich fit und brachen alle Streckenrekorde. Leider hatte Nils etwas Pech auf dem Weg von der Fidererpasshütte zur Mindelheimerhütte. Ein Stein löste sich und beim Sturz brach er sich die Elle. Tapfer stapfte er mit mir noch ins Tal, dort nahm ihn die Bergwacht in Empfang. Bei herrlichem Wetter waren auch die Badegäste im Rappensee bei zweistelligen Temperaturen deutlich mehr. Der Wirt der Rappenseehütte, ein Namensvetter unseres Andreas Greiner verwöhnte uns mit Leberkäs und Unmengen Pommes Frites. Jetzt sind die Bergwochen 2013 Geschichte und wir freuen uns schon auf das Karwendel im nächsten Jahr wenn es wieder heißt Biberkor goes to mountains.

Andreas Brunner im Namen von Birgit Dörnbrack, Brigitte Wächtler, Monika Meier-Ondrascheck, Dominik Lauter und Silke Waldenmeier

Selbstbewusste Klassen mit Schrullen

.... meint der Münchner Merkur anlässlich der Abschlussfeier unserer 9. und 10. Klassen, und weist auch auf die tollen Leistungen dieses Schuljahres hin.
Das Kompliment nehmen wir gerne mit in die Ferien, als Bestätigung und Verpflichtung zugleich.

Hans Traxl

Paris inklusiv

Gemeinsam mit einer Gruppe der Förderschule Pfennigparade waren Biberkor-Schüler in Begleitung von Frau Kebekus und Frau Huprich für eine Woche in Paris. Eine sehr gute Gelegenheit für Französisch im Alltag - denn gefahren sind die Schüler, die 1 - 3 Jahre Französisch nachlernen müssen, weil sie ursprünglich mit Latein begonnen hatten.
Am Montag, den 8.7.2013, kamen alle nach 13 Stunden Fahrt in dem Vorort Auvers-sur-Oise von Paris an. Die Tage darauf besuchten die Schüler Sehenswürdigkeiten in Paris wie z.B. den Eiffelturm, die Champs Elysée, Montmartre und Notre Dame. Außerdem gab es Freizeitmöglichkeiten wie Reiten, gemeinsames Fußballspiel oder Eisessen. Eines der Highlights für die Schüler waren der fünfstündige Stadtrundgang mit Shoppen in Paris, bei dem sie sich auf Französisch verständigen mussten. Müde aber glücklich ging's am gestrigen Sonntag nach Hause.

Das Schülerteam, Juli 2013

Prüfungen 2013 – ein erfolgreiches Jahr mit 85 Schulabschlüssen

Nachdem am letzten Donnerstag die letzten mündlichen Prüfungen zur Mittleren Reife stattfanden, können wir auf ein sehr erfolgreiches Prüfungsjahr zurückschauen.

Die Abiturientinnen und Abiturienten haben vorgelegt: alle 11 haben ihre Reifeprüfung mit sehr guten, guten und befriedigenden Schnitten bestanden.
Die M 10er haben nachgelegt: Alle 15 haben den "mittleren Bildungsabschluss" erworben und dabei Schnitte zwischen 1,6 und 3,0 erzielt.

Abgeschlossen sind nun auch die Prüfungen der 9. Klassen. Dabei freuen wir uns über zwei Montessori-Abschlüsse, zwei Hauptschulabschlüsse und 37 qualifizierende Hauptschulabschlüsse mit Schnitten zwischen 1,6 und 2,9.

Mit den letzten mündlichen Prüfungen haben sich einige Zehntklässer noch verbessert, klar war schon vorher, dass alle 18 Kandidaten die mittlere Reife geschafft haben, einige mit einer 1 vor dem Komma. Einer wird aus gesundheitlichen Gründen die Prüfung im September nachholen, zwei weitere im nächsten Schuljahr.

Damit haben in den letzten Wochen und Monaten 85 Schülerinnen und Schüler von Biberkor einen Schulabschluss erworben.

Herzlichen Glückwunsch an sie alle!

Und einen ebenso herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen für ihren kompetenten und fördernden Einsatz. Adrian hat dies in seiner Abirede mit folgenden Worten gewürdigt:
"(...) zeigt sich noch einmal, was Biberkor und seine Lehrer auszeichnet: Der Wille jedes einzelnen, und ganz besonders der Lehrer, Einsatz weit über das normale Maß hinaus zu zeigen, der Mut neue Wege auszuprobieren und eine unerschütterliche Wertschätzung jedes einzelnen Schülers. Wir hatten immer das Gefühl ganz eigenen Menschen zu begegnen, die sich nicht hinter ihrer Rolle als Lehrer versteckten."

Juli 2013

M 10 auf Erfolgsspur - mittlerer Bildungsabschluss

M 10 auf Erfolgsspur - mittlerer Bildungsabschluss

Die Ergebnisse sind nun bekannt - alle 15 Schülerinnen und Schüler, die zur Prüfung des mittleren Bildungsabschlusses angetreten sind, haben ihr Ziel erreicht.

Freude und Genugtuung, dazu eine Prise Stolz und Zufriedenheit sind die vorherrschenden Gefühle bei Schülern wie Lehrern.

Wir können auf Ergebnisse mit einer 1 vor dem Komma, auf einen insgesamt guten Schnitt und auf viele Erfolgserlebnisse in und neben den Prüfungen blicken. Die Schülerinnen und Schüler Biberkors haben ihre Frau/ ihren Mann gestanden und mit Wissen ebenso überzeugt wie mit einem angemessenen Auftreten: BRAVO.

Manche werden nun eine Lehre beginnen und andere besuchen bereits ab der kommenden Woche Vorkurse für die FOS, einer wird erst mal ins Ausland gehen und ein anderer hat sich schon zu den Gymnasiasten gesellt und wird ab dem nächsten Jahr das Abitur in Angriff nehmen.
Ihnen allen alles Gute auf diesen Wegen, viel Erfolg und vor allem viele Momente reinen und ungetrübten Glücks.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Lehrern für eine einfühlsame und kompetente Begleitung!

Fahradfahren mit Spaß und (Augen)Maß

Auch dieses Jahr nahmen unsere Viertklässler an den theoretischen Aufgaben in der Montessorischule Biberkor und den praktischen Übungen der Verkehrspolizei teil, um sicher und richtig im Alltag fahren zu können.

Wie immer liefen wir für die Trainingseinheiten zur Oskar Maria Graf Volksschule Aufkirchen und übten auf Fahrrädern zahlreiche Verkehrssituationen. Dabei unterstützten uns zwei nette und kompetente Polizisten der Verkehrsschule Starnberg. Mit viel Begeisterung zeigten die Jungen und Mädchen wie man richtig an Hindernissen vorbei fährt oder abbiegt. Teilweise besteht ein Ablauf schon aus sieben einzelnen Schritten. Am 6. Juni absolvierten nun 39 Viertklässler erfolgreich die Fahrradprüfung und freuten sich über einen Fahrradpass, eine Urkunde und einen Wimpel mit Aufkleber. Herzlichen Glückwunsch!

Martina Sommer & Barbara Alstetter im Juni 2013

Wasser, Wald, Berg – Jupiter im Schullandheim

Viel Natur und Bewegung, aber auch kulturelle Einblicke und Spiele und vor allem große Gemeinschaftserlebnisse prägen die Schullandheimaufenthalte von Jupiter. Da wachsen einige über sich hinaus beim Paddeln über Staustufen, beim Radfahren an Fluss und See, beim Klettern im Fels und an der Hauswand, und immer geht es darum, dass jede/r sein eigenes Ziel erreicht und dabei Spaß hat.

“Willst Du schnell gehen, geh‘ allein. Willst Du weit kommen, geh‘ mit anderen zusammen“ sagt ein afrikanisches Sprichwort. Darin liegt viel Wahrheit und Weisheit: sei es beim Aufräumen der Zimmer oder beim Saubermachen im Speiseraum, sei es bei der Orientierung während der Stadtrallye oder beim Wegfinden im Gelände, sei es bei der Heimwehattacke am Abend oder bei müden Gliedern unterwegs – immer wieder hilft die Gemeinschaft mit anderen weiter und gleichzeitig trägt ein jeder zum Gelingen bei.

Schön.
Und jetzt schöne Ferien für alle! (Mai 2013)

Jupiter forscht

... im Projekt „Schulen machen Wissenschaft“ zu Pflanzen und Vögel im Klimawandel:

Seit Anfang April beteiligt sich Biberkor am Projekt „Schulen machen Wissenschaft“, das von Dr. Maiken Winter, Vorsitzende von WissenLeben e.G. (www.wissenleben.de) betreut und in Kooperation mit der Humboldt Universität Berlin durchgeführt wird.

Bei diesem langfristig angelegten und deutschlandweiten Schulprojekt beobachten und dokumentieren Schülerinnen und Schüler regelmäßig die Veränderungen in der Natur. Sie können und sollen sich für die Natur und für wissenschaftliches Arbeiten begeistern. Sie stärken ihre Wahrnehmung für die Vorgänge in der Natur und setzen sich – so eine Zielsetzung des Projekts - für den Erhalt der Natur ein. Dieses „Citizen Science“ Projekt ermöglicht es außerdem, weit verstreute Gebiete gleichzeitig zu erfassen und so ein besseres Verständnis dafür zu erhalten, welche großflächigen Veränderungen zwischen verschiedenen Teilen eines Ökosystems durch den Klimawandel stattfinden. Die Daten werden von den Schulen selbst ausgewertet und mit den Daten anderer Schulen verglichen, ein kooperatives Netzwerk kleiner Forschungseinrichtungen entsteht auf diesem Wege.

Schülerinnen und Schüler aus Jupiter-West-Sommer haben vom 7.5. - 10.5.2013 im Apfelgarten Gehölzpflanzen aus dem Blühprogramm der Humboldt Universität (Zaubernuss, Hänge-Forsythie, Flieder, Europäischer Pfeifenstrauch, Sommerheide, Schneeglöckchen und eine Süßkirsche – siehe auch die Fotos der stolzen Pflanzer!) angepflanzt. Unterstützt werden sie bei ihren Forschungen von Dr. Barbara Schmitz und Angelika Richter mit der Garten-Neigungsgruppe. Ab sofort beginnen die Untersuchungen und Aufzeichnungen der phänologischen Veränderungen der Pflanzen (Blühbeginn, Blattaustrieb, etc., vgl. http://www.fakt-wissen.de/html/pflanzen_im_wandel_der_zeit.html)

Nach den Pfingstferien werden außerdem Meisennistkästen aufgehängt, um auch die zeitlichen Vorgänge beim Nisten (Brutbeginn, Schlüpfdatum, etc.) zu beobachten; dabei hilft eine von Jupiter-Eltern gespendete IR-Beobachtungskamera, mit deren Hilfe zeitliche Verschiebungen zwischen verschiedenen Teilen eines Ökosystems festgestellt werden können (http://www.fakt-wissen.de/html/schulen_machen_wissenschaft.html Navigationspunkt: Vögel).

Wir danken Herrn Werner v. Kahlden-Gmell für die Bereitstellung des Apfelgartens, dem Baumarkt OBI für zwei Nistkästen und den Eltern für die Kamera – und wir freuen uns über weitere Elternspenden!

Dr. Barbara Schmitz

Erlebnis "Große Arbeit" der 8. Klässler

Stilikonen und Hexenverbrennung, Atombombe und bayrische Huchen, brasilianischer Eintopf und Paella Valenciana, KZ Dachau und street art in Spanien, Einstein und Guernica, Terroranschlag und Kampf den Drogen, das menschliche Gehirn und Anti-Rassismus, politisches Lied und Romy Schneider, Apple und Justin Bieber - das alles und noch viel mehr zeigten die 8. Klässler am Mittwoch ihren gespannten und gebannten Besuchern.

Kompetente Berichte und berührende Erzählungen, Modellbauten und live Musik, Filme und Computeranimationen begleiteten die Vorträge und illustrierten neben den schriftlichen Arbeiten und den Plakaten die ungeheure Vielfalt der Themen und damit auch die Interessen wie Talente unserer Schüler.

Mit großem Ernst und viel Hingabe haben die Schülerinnen und Schüler gearbeitet und dabei gezeigt, was alles in ihnen steckt, was sie geben und was sie leisten können.

Bravo!
Und einen herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen, die diese Arbeiten mit Tipps und Aufträgen, mit Geduld und Fürsorge begleitet haben.

 

"Große Arbeit": Flashmob „The Blaite“ - Schüler tanzen gegen Rassismus

Die Passanten staunten nicht schlecht: Wie aus dem Nichts ertönte plötzlich Musik, aus der flanierenden Menge lösten sich schwarz und weiß gekleidete Menschen, die zur Musik tanzten. Die Stimmung hatte etwas Magisches, Frisches an diesem sommerlichen Abend am Stachus. Die Schüler tanzten mit Begeisterung, und diese sprang auch auf das überraschte Publikum über. Es war fast schon schade, als nach einigen Minuten alles vorbei war - aber die politischen Message blieb zurück: „Against Racism“.
Ein großes Lob an die Organisatorin Katharina Schwacke und an die Choreographin Chiara Schöpperl für diese erstklassige Leistung.
(Kathryn Babilon)

Es war ein großer Erfolg und hat total Spaß gemacht. Das Wetter hat mitgemacht und es waren sehr viele Zuschauer da. Die Musik hat auch funktioniert dank unseres Technikmanns Philipp, und auch die Kameraleute haben die Sache echt perfekt gemacht. Aber unser größter Dank gilt unseren Tänzern, die echt zuverlässig dabei waren.
(Katharina Schwacke)

Der Flashmob war der praktische Teil unserer großen Arbeit. Wir wollten eine Aktion gegen Rassentrennung und Rassismus machen (deshalb "Blaite" als Mischung aus black and white) und haben uns dabei von Aktionen wie "laut gegen Brauntöne" anregen lassen. Es geht darum, viele kleine Schritte zu machen und so zum Ziel zu kommen und einen Beitrag für eine menschliche Welt zu leisten.
Wir waren mit 22 Biberkor-Schülern und einige Freunden am Stachus, und jetzt werden wir noch den Film bearbeiten und ihn zusammen mit dem theoretischen Teil der Arbeit vorstellen und präsentieren.
(Chiara Schöpperl)

Internationale Begegnungen und Austausch

Biberkor ist ein Ort mitten in einer inspirierenden und fast romantischen Umgebung, und dieser Ort hat in all seiner Eigenheit auch viel Weltläufiges. Dies liegt an den Biographien unserer Schüler und so mancher Eltern, zunehmend aber auch an internationalen Begegnungen im Rahmen der Schule; dabei bildet der Spracherwerb und -austausch die Motivation, sie geben Anlass zu vielen persönlichen Erfahrungen.

Süd-Amerika / Spanisch
Während sich unsere 10. Klässler mit hoher Konzentration auf ihre Prüfungen vorbereiten, sind die Gastschülerinnen und -schüler aus S-Amerika (Chile und Argentinien) wieder nach Hause zurückgekehrt. Sie waren knapp 3 Monate (zwischen Weihnachten und Ostern) bei uns, haben in Gastfamilien gewohnt und unseren Alltag geteilt. Schön war's mit ihnen und nicht nur im (Lehrer-)Volleyball vermissen wir sie.
Sie bereicherten den Spanischunterricht enorm und profitierten sicherlich selbst vom alltäglichen Umgang mit der deutschen Sprache, von der Begegnung mit unseren Schülern und den vielfältigen Aktivitäten im Familienkreis. Und eben dies erwartet auch unsere Schüler im Sommer und Herbst.
Organisiert wurde dies in Zusammenarbeit u.a. mit dem Deutsch-Chilenischem Bund, Ansprechpartnerin ist Frau Huprich.

Paris / Französisch, Inklusion inklusive
Erstmals im Sommer 2013 fährt eine Schülergruppe aus Biberkor nach Frankreich. Eher zufällig ist für eine kleine Gruppe die Möglichkeit entstanden, zusammen mit einer Förderschule Paris zu erkunden, Französisch im Alltag zu erproben und die deutsch-französische Freundschaft zu beleben. Von der möglichen Teilnehmerzahl her genau passend haben wir dieses Angebot den Schülern gemacht, die bei uns Französisch nachlernen müssen, weil sie an ihrer ehemaligen Schule Latein als 2. Fremdsprache hatten.
Wie sind gespannt auf die Erfahrungen und Berichte, und vielleicht entsteht daraus ein neue Tradition und eine Möglichkeit für größere Gruppen.
Organisatorin und Ansprechpartnerin ist Frau Huprich.

Weltethos, Kooperation / Englisch

Eine Zusammenarbeit mit Wellesley House, einer Schule in Kent, ist in die Wege geleitet und damit die Teilname einem Programm des British Council (International School Award). Das Programm will einen internationalen Ethos an Schulen etablieren und dafür Themen auf der Basis der Lehrpläne zusammen mit anderen Schulen in einer globalen Perspektive erarbeiten. Bewusstsein für die globale Dimension von Lehrplaninhalten, Sensibilisierung für die Realität einer globalen Gesellschaft und das Verständnis für andere Länder und Kulturen soll durch interdisziplinäre und internationale Projekte gefördert werden - bei Schülern wie bei Lehrern.
Die Schule hat im Mai 2012 das Intermediate Certificate für den International School Award bekommen - wir können eine Partnerschule sein.
Initiatorin und Ansprechpartnerin ist Frau May.

Dreijährige Oberstufe und Auslandaufenthalt
Zwei Drittel unserer jetzigen 10.Klässler wollen derzeit das Angebot einer dreijährigen Oberstufenlaufbahn annehmen, das wir erstmals für 2013/14 entwickelt haben. Die Hälfte davon (also ein Drittel der ganzen Klasse) will dies mit einem Auslandsaufenthalt verbinden, wobei die Ziele von China über Neuseeland bis USA reichen und auch das Wiedersehen mit den Gastschülern aus S- Amerika beinhalten. Auch die Zeitdauer ist recht unterschiedlich, sie reicht von einem verlängerten Ferienaufenthalt (2 Monate) bis hin zu einem ganzen Schuljahr.
Die meisten aber gehen im ersten Halbjahr auf Reisen und werden dann im Januar 2014 von ihren Erfahrungen berichten können und vieles in den Sprachunterricht, vielleicht auch einiges in Geschichte und Geographie sowie in ihre W- und P-Seminare einbringen können.

Kreisau und deutsch-polnisch-ukrainische Begegnung
Eine internationale Jugendbildungsstätte im ehemaligen Gutshaus der Familie v. Moltke, das auch Zentrum der Widerstandgruppe Kreisauer Kreis war, lädt zu Begegnungen von polnischen und ukrainischen und deutschen Schülern ein. Historische, gesellschaftspolitische und künstlerische Angebote bilden den Schwerpunkt, Englisch ist Alltagssprache und nebenbei steht methodisches und gruppendynamisches Lernen auf dem Programm.
Derzeit planen eine wir Erkundungsfahrt mit Oberstufenschülern im kommenden Herbst; dabei wollen wir auch die Angebote und Anfragen von polnischen wie ukrainischen Schulen bezüglich eines Austausches prüfen.
Ansprechpartnerin ist Frau Derksen.

Nicht ganz neu - und doch
Nicht ganz neu ist das alles, wenn man an vierwöchige China-Aufenthalte von Schülern, an diverse Camps und einzelne Aufenthalte im Ausland oder an die Azoren-Forscher denkt.
Und doch wieder neu, denn wir gestalten zunehmend eine nachhaltige Struktur und eine Verankerung dieser internationalen Begegnungen in den Unterrichts- und Schulalltag. Auch werden internationale Aspekte damit schrittweise Teil der Schülerbiographie auf Biberkor neben all den bereits etablierten Projekten wie Musical und Bergwoche, Praktika und Skilager, große Arbeit und Herausforderung.
Und vielleicht finden wir auch noch Schulen im englisch- oder französisch- sprechenden Ausland, mit denen wir eine dauerhafte Partnerschaft entwickeln können.

Einen herzlichen Dank an die Kolleginnen, die diese Aktivitäten ins Leben rufen und begleiten!

Das Musical der 8. Klasse - DAS ANDERE GESICHT

Die Show war genial: die Geschichte, die Aussage, die alle Zeiten umspannenden drei Akte, die Charaktere, jeder einzelne perfekt vorgestellt vor minimalistischer chicer Kulisse mit oskarreifen Kostuemen, Maske und Text... dazu der eigene Rap- von den Schuelern selbst getextet.

Spannung und Entspannung steigerten einander durch rhythmischen Wechsel von Songs und Schauspiel unterstuetzt von witzigen Soundeffekts. Beruehrend ergreifend die Realitaetsnaehe des Stuecks, das angefasste Publikum war begeistert - von sprachlos ueber laute Superlative zu 'ich habe geweint', 'ich habe gelacht', 'ich habe gezittert' die Reaktionen des Publikums oder'die mehrstimmige Interpretation der Songs uebertraf die Originale im Autoradio'.

Der Saal hat gerockt. Von der Anmoderation bis zur Abmoderation. Es war Weltklasse!

Im angloamerikanischen Raum spielt (Schul-) Theater seit langem eine Hauptrolle, Biberkor geht hier in Bayern voran. Yes we can.

Was die Schueler/Innen mit Aglaia und Team Tom und Alf, Edda und Thomas, Katharina und Markus, Sandra, Julia uvm. erarbeitet und praesentiert haben war grosse Show vom feinsten.

Bravi Brava Bravo

Standing ovations

(Herzlichen Dank an Frau Weber für diese Rezension)

Präsentation der besonderen Arbeit in Jupiter

Ausgefeilte Vorträge vor großem Publikum und interessierte Besucher an den Ständen: Exponate und Modelle, Themen von Flora und Fauna über Geschichte und Geographie bis hin zu Naturwissenschaften und aktuellen Themen - Respekt vor den Jupiter-Kindern und ihren Arbeiten, die sie am 6.2.2013 in der Schule präsentierten. Einmal mehr merkt man, wie gut und ausführlich, wie ernsthaft und tiefgründig Kinder arbeiten können, wenn ihnen das Thema wichtig ist und wenn ihr Tun eine Bedeutung (für sich selbst und andere) hat.
Das war eine ebenso informative wie vergnügliche Veranstaltung, die mit dem von Eltern gestellten Buffet einen würdigen Abschluss fand.
Dank an alle!

  

Bildungsfahrt nach Berlin

Gleich nach den Weihnachtsferien fuhr die gesamte 10. Jahrgangsstufe nach Berlin. Wir Lehrer gaben vier Themenbereiche vor:

- Berlin im Nationalsozialismus
- Geteilte Stadt
- Hauptstadt
- Unterhaltung und Spaß.

Diese wurden von den Schülerinnen und Schülern nach eigenen Schwerpunkten, Interessen und Wünschen vorbereitet und zum großen Teil selber recherchiert und organisiert. Es entstand ein buntes Programm, bei dem für jeden etwas dabei war.

Besonders gefreut hat uns, dass sich die Bundesministerin für Justiz, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, am Dienstagabend mit uns zum Pizzaessen traf, nachdem sie vormittags beim Besuch des Bundestags keine Zeit gehabt hatte.

Wir blicken auf eine interessante, nachdenkliche und unterhaltsame Woche zurück.

Andreas Greiner & Annette Derksen

Das Skilager der 9.Klasse in der Wildschönau

Dass man auch einen etwas abgelegenen Ort wie Thierbach in der Wildschönau zum Leben erwecken kann, bewies unsere 9. Klasse im Skilager.  Wer dachte, die Erweiterung des Skigebietes - Auffach wurde durch eine neue Gondel mit dem Alpbachtal verbunden - würde für erschöpfte Schüler sorgen, sah sich getäuscht. Es wurde gespielt, gelacht,  gealbert und natürlich auch ein wenig Katz und Maus mit den Lehrern gespielt. Beim Kicker- und Tischtennisturnier etwickelten manche ungeahnten Ehrgeiz und es ergaben sich viel spannende Spiele. Reizvoll natürlich dabei auch immer wieder das Duell Lehrer gegen Schüler.

Auf der Piste war die 9. Klasse eine Klasse für sich. Egal ob im Kurzschwung, beim Springen oder im zugegeben etwas schwer zu befahrenden Tiefschnee, kaum einer gab sich eine Blöße. Mit oder ohne Stöcke, auf einem Ski, mit verbundenen Augen, auch die schwierigsten Übungen wurden spielerisch gelöst. Dabei zeigte die sogenannte Traxl-Gruppe, dass Biberkor starke Mädels zu bieten hat. Die wilde Girl-Group hielt ihre Skilehrer in Atem. Sauber auf den Kanten aber mit einem Affenzahn fegten Lina und Co. zu Tale und manch einer der Herren der Schöpfung kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Das sportliche Highlight freilich blieb Philipp vorbehalten. In nur vier Tage lernte er Skifahren. Alleine mit dem Tellerlift nach oben, souverän mit dem Pflugbogen nach unten. Manch einer der Pädogogen rieb sich verwundert die Augen. Inklusion kann so spielerisch und herzerreißend zugleich sein. Philipp jedenfalls war stolz wie Oskar und seine Skilehrer, allen voran Benedikt, zu recht auch.

Die Kraft für derlei sportliche Großtaten holten wir uns bei Karin’s leckerem Essen. Schnitzel bis zum Abwinken, köstlichen Kaiserschmarrn  und sogar eine Torte für Lukas zum Geburtstag verwöhnten uns. Und fast wären wir einmal ganz ohne Verletzung ausgekommen. Leider wählte Antonia einen Salto als Abgang vom Rodel. Nach großem Schreck waren wir alle froh, dass sie am nächsten Tag das Krankenhaus zwar mit leichtem Brummschädel aber wohlauf wieder verlassen konnte. Es war ein tolles Skilager im verschlafenen Thierbach im Januar 2013, alles andere freilich wäre bei derart besonderen Schülern auch eine Überraschung.  

Andreas Brunner                                                                                                     

Biberkor gegen rechts

Die Mitarbeit von Annette Derksen, stellvertretend für Montessori Biberkor, im Starnberger "Arbeitskreis gegen rechts" (LRA STA) ist weder zufällig noch ungewollt. Denn die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Geschichte und Gegenwart gehört zu ihrem Selbstverständnis als Historikerin und Pädagogin - geht es doch darum, dass junge Menschen im Alltag die Verantwortung für sich und ihre Umwelt übernehmen und sich dabei von Werten und vom Ideal der Menschenrechte leiten lassen.

So haben mit ihrer Förderung zwei Schülerinnen ihre "Große Arbeit" zum Thema "Jugend im Nationalsozialismus" erstellt, dazu Zeitzeugen befragt und Originaldokumente gesichtet. Dies war auch Grundlage der erfolgreichen Beteiligung am Schülerwettbewerb des Bundesjustizministeriums und mündete kürzlich in "Die Herausforderung":
Die beiden waren eine Woche in Berlin zu weiteren Gesprächen mit Zeitzeugen. Sie bereiteten alles selbst vor, organisierten Spenden für die Fahrt und arbeiteten in ihrer Freizeit für dieses Vorhaben. Der Bericht auf dem Elternabend am 10.12.2012 hat all dies dokumentiert - Hut ab vor diesem Engagement!

Dass dies keine Ausnahmen und Einzelbeispiele sind, zeigt auch die Beteiligung Biberkors am Gedenkzug zum "Todesmarsch aus dem KZ Dachau" am 28.4.2012. Unter der Schirmherrschaft von Frau Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und u.a. mit Charlotte Knobloch (bis 2010 Präsidentin des Zentralrats der Juden in D) endete der Gedenkzug auf Biberkor mit einer Abschlussveranstaltung, bei der Schüler ihre Arbeiten und ausgewertete Originaldokumente zeigten und den musikalischen Rahmen bildeten.

Eingeleitet wurden die Tage des Gedenkens zwei Tage vorher, am 26.4.2012, in der Pädagogischen Trilogie: Robert Domes las aus "Nebel im August" und hinterließ auch in der anschließenden Diskussion viel Nachdenklichkeit und Bereitschaft zum Engagement.

So wird Geschichte erlebbar, so zeigt sich Biberkor als Lernort und Lebensraum, nicht nur für junge Menschen. Das wurde auch in der Süddeutschen Zeitung gewürdigt. Hier der Link zum vollständigen Artikel.

Bergwoche 2012 der Klassen 7 und 8

Bergwoche 2012 - Wie in jedem Jahr so auch in diesem wanderten die 7.
und 8 Klassen eine Woche von Hütte zu Hütte, diesmal im Karwendel.

Impressionen davon auf der von Schülern gestalteten Website.