Deutsch
English

Eltern

Die Entscheidung, ihr Kind auf eine reformpädagogische Schule zu schicken, treffen Eltern nach reiflicher Überlegung.
Anders als bei einer Sprengelschule kennen sie am Anfang wahrscheinlich nur wenige Mitschüler und deren Eltern. Die Kinder kommen mit dem Bus zur Schule, also gibt es auch keine „Tür-und-Angel“-Gespräche zwischen Eltern und Lehrern. Klassische Hausaufgaben gibt es nicht und die Arbeitsmaterialien bleiben zumindest in den ersten Schuljahren meistens in der Schule. Zeugnisse mit Noten? Fehlanzeige!

Wie also können Eltern überhaupt verfolgen, was ihr Kind in der Schule macht, wie es sich verhält und sich entwickelt?

Begegnung: Elternabende finden bei uns alle ein bis zwei Monate statt. Die Pädagogen berichten aus dem Gruppenleben und stellen die aktuellen Inhalte und Materialien vor. Sie beschreiben jahreszeitliche Rituale und holen die Meinung der Eltern zu einzelnen Themen ein. Die nächste Exkursion, der Schullandheim-Aufenthalt, die Lesenacht werden besprochen, Arbeitseinsätze organisiert. Weil die Lerngruppen über mehrere Jahre stabil bleiben, lernen sich die Eltern untereinander nach und nach kennen.

Kontakt: Zweimal jährlich, bei Bedarf auch öfter, treffen sich Pädagogen und Eltern zum ausführlichen Elterngespräch. Da geht es sehr detailliert um das einzelne Kind. Wo steht es, wie hat es sich entwickelt, welche Kenntnisse erworben? Wie fügt es sich in die Gemeinschaft ein? Wie wird die weitere Entwicklung am besten gefördert? Im Elterngespräch können auch Fragen und Unsicherheiten geklärt werden.

Aha-Erlebnisse: Einmal pro Schuljahr geht dem Elterngespräch eine Hospitation in der Lerngruppe voraus. So erleben Mutter und Vater „life“, wie der Schulalltag ihres Kindes konkret aussieht.

Up to date: Pädagogen, Verwaltung und Eltern tauschen sich im digitalen Schulforum aus. Hier findet jeder Termine und Infos aus Schule und Verwaltung. Mitteilungen, Umfragen, Anregungen, Meinungen und Diskussionen - kontrovers und offen, aber immer konstruktiv. Forumsteilnehmer schätzen die vernetzte Transparenz.

Information: Zum Halbjahr und zum Schuljahresende erhalten die Eltern für ihr Kind detaillierte Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess. Diese kommen ohne Noten aus und sind dabei wesentlich differenzierter als klassische Schulzeugnisse. So erhalten Eltern auch eine schriftliche Rückmeldung darüber, wie sich ihr Kind im letzten halben Jahr entwickelt hat.

Gestalten: Aktive Elternarbeit bereichert unser Schulleben ungemein. Veranstaltungen, Ernährung, Kommunikation, Ausflüge, Elternbeirat, Regale bauen, Lesen mit den ABC-Schützen und Frühjahrsputz, Fund Raising, Pädagogische Diskussion, EDV. Helfende Hände und findige Köpfe werden immer gebraucht. Und damit es nicht immer die Selben sind, die aktiv mitwirken, verpflichten sich alle Eltern zu einem Arbeitskontingent von mindestens 24 Stunden pro Schuljahr.