Bergtour der Gruppe Venus im September 2007
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4 Tage, 2 Hütten, Schnee im September, unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse: Die Allgäu-Tour vom 17.-20.09.2007. 60 Schüler und 6 Lehrer der Lerngruppe Venus (Klasse 7 und 8) wanderten in vier Tagen rund um Oberstdorf in den Allgäuer Alpen. |
1. Tag - Montag, 17.09.2007
Von Biberkor aus ging es mit dem Bus über Oberstdorf nach Mittelberg im Kleinwalsertal. In die Berge wollten wir, in ein Tal stiegen wir zunächst ab. Die ersten Schritte noch schwer, drückte es mal hier, mal da – zunächst passte nichts so richtig. Jacke an, Jacke aus? Erst oberhalb des ersten richtigen Anstiegs fand jeder so seinen Rhythmus. Die Flucht-Alpe war ein erster Rastplatz. Anschließend ging es über wenige Kilo-, aber viele Höhenmeter zur Fidererpaß-Hütte. Stück für Stück, Stunde um Stunde, entschwand Mittelberg unter uns im Tal.
Obwohl es den ganzen Tag lang sonnig gewesen, war jedermann nun froh, auf der Hütte angekommen zu sein. Allmählich zogen nämlich Wolken auf, der Wind nahm zu, die Temperaturen ab.
Umgezogen und gut gestärkt, verging der Abend mit Gesellschaftsspielen etc. Wie überall auf den Hütten: Nachtruhe ab 22 Uhr! Viele brauchten die, aber nicht jeder verstand das auch gleich ;-)
2. Tag – Dienstag, 18.09.2007
Tiefgrauer statt tiefblauer Himmel erwartete uns am Morgen. Aber: Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlecht angezogene Wanderer - Wir waren (aus)gerüstet! Zunächst über ein Geröllfeld zur Fidererscharte, dem schwierigsten Punkt. Mit gegenseitiger Hilfe war diese Hürde bald genommen. Das Wetter wurde zunehmend schlechter: Aus Niesel- wurde Dauer- und später Schneeregen. Mit viel Fantasie konnten wir uns das gewaltige Bergpanorama vorstellen, welches sich hinter dichten Nebelbänken geschickt versteckte.
Noch rechtzeitig erreichten wir die Mindelheimer Hütte. Der Schrecken jeglicher Feuchtigkeit war die dortige Trockenkammer! Was eben noch tropfend nass, war im Nu trocken und wieder verwendbar. In trockenen Sachen und mit sattem Magen konnten wir auch den zweiten Hüttenabend bei Spielen nett gestalten. Und draußen schneite es sich langsam ein…
3. Tag – Mittwoch, 19.09.2007
Wie schon vermutet, lag in der Früh eine dichte Schneedecke rund um die Hütte, auf den umliegenden Bergen und weiter unten im Tal. An Weitergehen war im Moment nicht zu denken. Wir beschlossen zu bleiben, statt zur nächsten Hütte weiter zu wandern.
Wir teilten uns in Gruppen auf, um in kürzeren oder längeren Wanderungen, in Sichtweite der Hütte, die weiße Pracht zu genießen. Bei strahlend blauem Himmel waren die Wege selbst schnell wieder frei und so ging es entweder Richtung Kemptener Köpfle oder Geißhorn. Und wer kann schon im September eine schöne Schneeballschlacht machen? Noch dazu in unbeschreiblich schöner Landschaft: Blauer Himmel, strahlende Sonne und eine „weiß gepuderte“ Natur - wie aus dem Bilderbuch, mit einer Fernsicht, die man wohl nicht alle Tage hat.
Nach dem Abendbrot: Lehrer wie Schüler prüften, ob sich ein Balken gut für Klimmziehen eignet. Einer nach dem anderen zogen sich 60 Mann an diesem Balken hoch… nicht nur die Sportlehrer hat’s erfreut! Später wieder Spiele und Gespräche im Speisesaal – diesmal bereichert um eine Jugendgruppe mehr.
4. Tag – Donnerstag, 20.09.2007
Aufstehen in aller "Herrgottsfrüh", Sachen packen, frühstücken. Denn es lag ein längerer Abstieg vor uns. Anfangs durch Schnee, dann durch bunten Herbstwald, von der aufsteigenden Sonne in ein wunderbares Farbenmeer getaucht. Über die Schwarze Hütte und Einödsbach gelangten wir nach Birgsau und schließlich nach Faistenoy, wo wir gegen Mittag vom Bus an der Fellhornbahn-Talstation abgeholt wurden.
Ganz oben auf der Wunschliste bei der Ankunft in Biberkor: Eine warme Dusche und ein gutes Abendbrot.
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