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Proferendare

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Bewerbung für die Ausbildung

Ausgangspunkt des PROferendariats

Aus einer systemisch-konstruktivistischen Sicht kann Wissen prinzipiell nicht von außen verabreicht werden. Die Gedanken sind frei, Wissenskonstruktionen sind frei: Kein Lehrer kann bestimmen, was ein Schüler denkt. Der Schüler entscheidet, was gelehrt wurde.

Voraussetzungen

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Lehramtsstudium.
Bitte beachten Sie: Das PROferendariat ist kein einfaches oder leichtes Referendariat. Das Ziel ist der Aufbau Ihrer eigenen, individuellen Lehrerpersönlichkeit und sehr wahrscheinlich werden Sie viel nachdenken, experimentieren und an sich arbeiten, nicht, weil Sie dazu von außen gezwungen werden, sondern weil Sie es wollen.

Doppelte Zielrichtung der Ausbildung

An die Stelle des Lehrens rückt die Lernumgebung. Deren Gestaltung bildet die Grundlage aller indirekten Bildung. Kommunikationsmodelle dienen als theoretische Grundlage.

Dabei wird eine doppelte Zielrichtung verfolgt: Einerseits geht es um die eigene Entwicklung, der Blick ist hier nach innen gerichtet. Gleichzeitig geht es um den Blick nach außen, um situationsgerechtes Handeln.

Aufbau der Ausbildung

Sie werden zum Baumeister Ihres eigenen PROferendariats und übernehmen für Ihre Ausbildung die Verantwortung. Ihre Aufgabe besteht darin, aus einer Vielzahl von möglichen Bausteinen Ihr persönliches PROferendariat aufzubauen. Es gibt drei Pflichtkurse, die eine Einführung in Kommunikationsmodelle, systemisches Denken und Handeln und die Gestaltung von Lernumgebungen geben. Ansonsten wählen Sie die Kurse aus dem Seminarangebot unter Akademie Biberkor - Lernzukunft Proferndariat - Fortbildungen, die Sie aus Ihrer Sicht für wichtig halten und die Sie weiterbringen. Stundenumfang und Dauer der Ausbildung in Theorie und Praxis sind vergleichbar mit der staatlichen Lehrerausbildung (ca. 2 Jahre), Teilzeitmodelle sind möglich.

Sie arbeiten an einer Schule, die im Wesentlichen Ihre Ausbildung finanziert. Dort bekommen Sie fortlaufend Feedback von einem Mentor und erfahrenen Lehrkräften.

Abschluss

Sie erhalten von Lernzukunft keine Noten. Es gibt nur ein Bestehen oder Nichtbestehen. Anstelle von Noten rückt ein Portfoliokonzept, in dem Sie Ihre Entwicklung beschreiben und reflektieren. Teil des Portfolios ist ein Film, den Sie über sich drehen. Sie zeigen 5 bis 10 Minuten von Ihrem Unterricht, der aus Ihrer Sicht geglückt ist.

Schließlich gibt es eine „öffentliche“ Unterrichtsstunde, in der Sie zeigen, was sie gelernt haben bzw. wie Sie Lernumgebungen gestalten. Selbstverständlich gibt es auch hier keine Beurteilung. Gerne können Sie jemanden dazu einladen. Teilnehmen werden auch Verantwortliche von Lernzukunft.

Als Abschlusszeugnis erhalten Sie ein Zertifikat von Lernzukunft, in dem wertfrei dokumentiert ist, welche Kurse Sie belegt haben und wie viele Stunden Sie an der Schule gearbeitet und unterrichtet haben. Zusammen mit dem Portfolio bewerben Sie sich an einer reformpädagogischen Schule. Das Zertifikat ist staatlich nicht anerkannt.

Portfoliokonzept

Der Sinn des Portfolios ist es einerseits, dass PROferendare die Entwicklung ihrer Lehrerpersönlichkeit und ihres Lernweges sichtbar machen und reflektieren, und andererseits, dass sie das von ihnen erworbene Können darstellen und sich damit bewerben.

In einer Dokumentationsphase die PROferendare alle Unterlagen, die davon zeugen, welche Schritte sie unternommen haben, um ihr Ziel, die Lehrpersönlichkeit zu werden, die ihnen entspricht, zu erreichen (Gewinn aus den einzelnen besuchten Seminaren und konkrete Anwendungsmöglichkeit in der Praxis, bedeutsame theoretische Texte, Unterrichtsbeobachtungen, Protokolle von Reflexionsgesprächen, Mitschriften, eigene Texte, Unterrichtsideen, Skizzen, Bilder, etc.).
Diese Dokumente ordnen die PROferendare in einer zweiten Phase und wählen daraus so aus, dass deutlich wird, welche Prozesse durchlaufen wurden, wie sie gelernt haben und wodurch es zu ihrem Lernfortschritt gekommen ist.

In der Reflexionsphase kommentieren die PROferendare diese Auswahl und beschreiben die Relevanz der einzelnen Stufen in Bezug auf ihre Entwicklung und den für sie erkennbaren Sinn dieses sich so gestaltenden Prozesses.

Am Schluss stellen die PROferendare aus dieser Arbeit die Ergebnisse ihrer bis dahin durchlaufenen Prozesse dar (unterschiedliche Medien und Darstellungsformen, CD mit Stundenaufzeichnung, etc.).

Es soll deutlich werden, dass der Prozess des „Lehrer-Werdens“ nicht abgeschlossen sondern im Fluss ist, deshalb sollten am Ende Fragen stehen und ein Ausblick auf die nächsten Schritte.

Finanzierung

Für die Mitarbeit an der Schule erhalten Sie ein Gehalt, das etwa dem im staatlichen Referendariat entspricht (ca. 1100,- Euro netto). Außerdem übernimmt die Schule zu rund 95 Prozent die Kosten für die theoretischen Module Ihrer Ausbildung. 1000,- Euro Eigenbeteiligung tragen Sie selbst. Eine Anzahlung von 250,- Euro leisten Sie, nachdem Sie eine Zusage für einen Platz als PROferendar erhalten haben.

Bewerbungsfrist

Die zweijährige Ausbildung beginnt im September 2019. Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte bis spätestens 18.5.2019 an:


Akademie Biberkor
Sabine Bauer
Biberkorstr.23
82335 Berg

Die Bewerbung enthält:

  • einen Brief, in dem die Gründe für Ihre Entscheidung für das PROferendariat beschrieben sind. Auch persönliche Anliegen in Bezug auf die Ausbildung finden hier Platz.
  • tabellarischer Lebenslauf mit Foto
  • aktuelles erweitertes Führungszeugnis (nicht älter als 6 Monate)
  • Gesundheitszeugnis, ausgestellt vom Gesundheitsamt<
  • beglaubigte Kopie des abgeschlossenen Lehramtsstudiums
  • Bestätigung der Nichtzugehörigkeit zu einer Sekte, Scientology oder einer demokratiefeindlichen Gruppierung
  • Aufnahmegespräche finden bis Ende Mai 2019 statt.

Die Annahme eines Platzes im PROferendariat wird durch die Überweisung von 250,- Euro bestätigt.

Die Bewerbung an Schulen (siehe „Ausbildungsschulen“) erfolgt parallel zum Bewerbungsprozess.