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Ausbildungsschule werden

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Ausbildungsschule werden

Ausgangspunkt

Schulen in freier Trägerschaft hegen seit langem den Gedanken, eine passende Lehrerausbildung in der Praxisphase („Referendariat“) in eine Form bringen, die zur Lebendigkeit ihres Unterrichts passt. Diese Ausbildung wird nun erstmals für alle reformpädagogischen und freien Strömungen angeboten. Sie ersetzt nicht die spezifischen Qualifikationen für die verschiedenen Richtungen (Montessori, Waldorf, Freinet, Jenaplan, Freie Schulen u. a.), sondern sie gibt den jungen Lehrkräften Unterstützung beim Entwickeln der je eigenen Lehrerpersönlichkeit.

Ausgestaltung

Einsatz an den Schulen in freier Trägerschaft
Gedacht ist an den Einsatz als „pädagogische Assistenz“ in einer Klasse. Diese Stellen werden in den meisten reformpädagogischen Schulen von Erziehern oder auch (Fach-) Lehrern mit zusätzlichen, frei finanzierten Stunden besetzt. Auf diese Weise kann der PROferendar bei einer versierten Lehrkraft schülerorientierten Unterricht im Schulalltag erleben und gleichzeitig neue Impulse aus der eigenen Ausbildung einbringen. Idealerweise ist der Klassenlehrer gleichzeitig Coach/Mentor.
Zusätzlich hält der PROferendar eigenverantwortlichen Unterricht mit aufsteigender Stundenzahl.
Für die Mitarbeit an der Schule erhält der PROferendar ein pauschales Gehalt, das etwa dem im staatlichen Referendariat entspricht (ca. 1.100 EUR netto).

Finanzierung der Ausbildung
Referendare halten im staatlichen Einsatz im ersten Jahr in der Regel 8, im zweiten Jahr 15 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht ohne extra Bezahlung. Diese Stunden könnten an der reformpädagogischen Seminarschule aus dem Kontingent für Überhang- oder Springerstunden oder Zusatzangebote (Differenzierung, Freiarbeit) entnommen werden. Der fiktive Betrag hierfür wird von der Schule für die Finanzierung der Theorieausbildung bei Lernzukunft verwendet.

Zusätzlich kommt die Schule für die Kosten der Mentorenstunden auf.
Der jährliche Gesamtaufwand beträgt für die Seminarschule ca. 8.000 EUR.

Wollen Sie sich als Ausbildungsschule bewerben, wenden Sie sich bitte an lernzukunft@biberkor.de, dort erhalten Sie auch Beispielrechnungen für die Finanzierung.

Mehrwert für die eigene Schule
Der Mehrwert für die Seminarschule besteht zum einen in der stetigen Aktualisierung von modernem Unterricht (konstruktivistisch-systemischer Ansatz, Anwendungsbezug, etc.) durch den PROferendar, zum anderen durch die Möglichkeit der kostengünstigen Teilnahme an den Seminaren von Lernzukunft für die Lehrkräfte der eigenen Schule. Wichtigster Punkt dürfte die Chance auf qualifizierten Nachwuchs für die eigene Schule sein.

PROferendariat an der Seminarschule

  • Der PROferendar bewirbt sich an einer reformpädagogischen Schule.
  • Er bekommt einen Mentor zugeteilt.
  • Er arbeitet als pädagogischer Mitarbeiter in einer oder mehreren Klassen aktiv mit (feste Tage sind Montag bis Mittwoch, die Theorie-Bausteine finden Donnerstag bis Samstag ca. einmal im Monat statt).
  • Er bringt sein neu erworbenes Wissen und seine Beobachtungen und Reflexionen ins Team ein.
  • Er entwickelt selbstständig und in Absprache mit dem Mentor zunehmend eigene Unterrichtsstunden, führt sie durch und erhält dazu ein Feedback von Mentor und Schülern und reflektieren seinen Weg dadurch sehr genau.
  • Er bringt sich aktiv in die Schulgemeinschaft ein, je nach Bedarf der jeweiligen Schule.
  • Er zeichnet eine oder mehrere selbst gehaltene Unterrichtsstunden für das Abschlussportfolio auf.
  • Er stellt die gewonnenen Erfahrungen und das Portfolio zunächst dem Kollegium vor, dann einer Kommission von Lernzukunft.
  • Lernzukunft verleiht dem PROferendar bei erfolgreichem Abschluss ein Diplom.

Der Weg zu einer reformpädagogischen Seminarschule

Eine Schule kann sich bei Lernzukunft als Seminarschule bewerben und braucht dazu folgende Voraussetzungen:

  • voll aufgebaute Schule
  • erfahrene Lehrkraft mit der Bereitschaft Mentor zu werden
  • Stundenkontingent für den PROferendar und den Mentor
  • Offenheit des Kollegiums für reformpädagogische Weiterentwicklung.

Nach erfolgreichem ersten Durchlauf erfolgt die Zertifizierung zur reformpädagogischen Seminarschule durch Lernzukunft e.V. (Plakette).

Selbstverpflichtungserklärung für Schulen

Bitte füllen Sie das pdf im Download aus, wenn Sie sich für die Anstellung eines/r PROferendars/-in bewerben möchten und senden Sie dieses per e-Mail (lernzukunft@biberkor.de) oder Fax (08171 – 2677- 202) an Lernzukunft.
Hier finden Sie das Download zur Selbstverpflichtungserklärung.